Karate
Was ist Karate?
Karate ist die weltweit am häufigsten ausgeübte Kampfkunst. Das Karate stammt in seiner heutigen Form aus Japan und hat seine Wurzeln in China.
Aus der ursprünglichen Selbstverteidigungskunst Karate entwickelte sich in den letzten Jahren ein sehr vielseitiger Sport, der im wesentlichen aus den drei Hauptelementen
- Kihon (Grundschule)
- Kumite (Kampfübungen) und
- Kata (Form)
besteht:
Beim Kihon üben wir die Techniken einzeln oder in Kombination in einfacher Form, um die richtige Ausführung, den richtigen Krafteinsatz, die erforderliche Schnelligkeit und Beweglichkeit zu erlernen. Besonderen Wert legen wir auf einen korrekten Stand, auf Gleichgewicht, Atmung und Treffgenauigkeit.
Wenn wir Grundschultechniken in der Gruppe üben, werden wir durch die Trainer intensiv unterstützt, die uns durch inspirierende Kommandos anfeuern.
Man bemüht sich als Karateübender so mit der Gruppe Schritt zu halten und erreicht dadurch eine beachtliche Steigerung der technischen Fertigkeiten, der Muskelkraft und auch des Willens.
Im Kumite studieren wir die in der Grundschule erlernten Techniken dann mit einem oder auch mehreren Partnern ein. Hierdurch werden u. a. Timing und Distanz geschult.
Es gibt im Kumite mehrere Formen und unterschiedlich schwere Ausführungen bis hin zum freien Kampf.
Der Begriff Kata bedeutet in den japanischen Kampfkünsten “Form” oder “Gestallt”. Sie stellt äußerlich einen Scheinkampf gegenüber mehreren Angreifern dar, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern.
Im Katatraining erlernen wir eine genau festgelegte Reihenfolge von bereits in der Grundschule geübten Techniken, die in bestimmten Bewegungsrichtungen ausgeführt werden.
Jede Bewegung hat dabei ihre festgelegte Bedeutung. Die Techniken enthalten Abwehr- und Angriffsformen zur Verteidigung und zum Kontern.
Die Schönheit der Kata liegt im Zutagetreten von Kampfgeist und in der Geschmeidigkeit der Bewegungen.
Karate-Do - Geistige Grundlagen
Karate-Do, der “Weg der leeren (kara) Hand (te)”, ist eine Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung, bei der Arme, Beine und der gesamte Körper trainiert werden.
Über die körperbezogenen Trainingsformen Kihon (Grundschule), Kumite (Partnertraining, Kampfübungen) und Kata (Formen, Perfektionstraining im Raum) steht die geistige Einstellung zum Karate an sich, zum Gegner und schließlich zu uns selbst.
Das Wesentliche des Karate-Do ist nicht, über Sieg oder Niederlage zu entscheiden. Karate-Do ist vielmehr eine Kampfkunst, die auch den Charakter durch Training entwickelt, sodass der Karateübende (Karateka) mit zunehmender Erfahrung und Graduierung physische und psychische Hindernisse überwinden kann.
Karate kann daher viel mehr sein als reine Körperschulung.
Ein gutes Training im Sinne des Karate-Do beinhaltet immer auch eine Hinleitung des Schülers zu moralischen Werten wie Respekt vor dem Gegenüber, Selbstdisziplin und auch Bescheidenheit.
Diese Worte sind nicht einfach mit Leben zu erfüllen. Die Vermittlung und das Annehmen auch der geistigen Grundlagen im Training stellt für uns alle eine große Herausforderung dar.
Im Bemühen darum könnte man jedoch gerade den Weg sehen, der zum Karate-Do führt und zugleich stetes Ziel des Karatetrainings sein sollte.